ein variables Spiel für drei variable Instrumente
Auftrag von musica aperta Winterthur
mit Unterstützung der Fondation Nicati-de Luze
-------------
TrioTrio ist eine 3-stimmige Komposition für unterschiedliche Besetzungen, die den Interpreten ein großes Maß an improvisatorischen Freiheiten lässt - gleichzeitig aber auch deren Ausgestaltung fordert.
Es gibt keine Partitur. Jeder Instrumentalist spielt aus einer Einzelstimme und möge diese als einen Solo-Part betrachten. Gleichwohl bleibt das aufeinander Hören eine unverzichtbare Grundlage für eine gelungene Aufführung des Werkes.
Die Koordination der Spieler erfolgt mithilfe von drei gleichzeitig gestarteten Stoppuhren entsprechend den Zeitangaben in den Noten.
Die drei weitgehend gleichen Stimmen setzen kanonisch ein, laufen in der Mitte zusammen und gehen zum Ende wieder auseinander.
Aus dem vorgegebenen Tonmaterial und den verbalen Spielanweisungen ist jede Stimme individuell zu erarbeiten.
Der Tonvorrat ist zu Beginn eines jeden Abschnittes in einer Box vorgegeben. Es sollen ausschließlich diese Töne verwendet werden, keine Oktavierungen. Die Dauer des jeweiligen Abschnittes ist durch eine Wellenlinie gekennzeichnet.
Sind für einen längeren Abschnitt nur wenige Töne gegeben, kann in beliebiger Reihenfolge wiederholt werden. Falls mehr Töne in der Box stehen, als in dem folgenden Abschnitt unterzubringen sind, soll eine beliebige Auswahl erfolgen.
Über die gegebenen Artikulationshinweise hinaus mag jeder Instrumentalist auch instrumentenspezifische Spielweisen einbringen.
Es gibt drei Tonbereiche: hoch/mittel/tief. Vor Beginn der Aufführung sind zwei Entscheidungen zu treffen:
1. welches Instrument übernimmt welchen Tonbereich?
2. welches Instrument setzt als erstes, als zweites, als drittes ein?
Aus diesen Kombinationen ergeben sich immer neue Spielvarianten. Das Ende ist offen.